5.4.2022
ENERG
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Notstromversorgung

Nie zuvor wurde die Möglichkeit einer Notstromversorgung, die Maßnahmen auf der EU- und auf nationaler Ebene zum Schutz der Verbraucher vorsieht, mehr diskutiert als in den letzten Monaten, da sich die Lage auf den Energiemärkten erheblich verschärft hat.

Wir beobachten seit langem einen Anstieg der Strompreise, der zunehmend von den Großhandelsmärkten an die Endkunden weitergegeben wird. Die Gründe für die steigenden Preise sind vielfältig, aber die wichtigsten sind die rekordhohen Erdgaspreise, der rasche Anstieg der Preise für Emissionszertifikate, der Rückgang der Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und die gleichzeitige Zunahme der Stromnachfrage.

Steigende Strompreise haben erhebliche Auswirkungen auf die vertraglichen Beziehungen für die Lieferung von Strom an Endverbraucher. Viele Stromanbieter in Europa und auch in Slowenien wurden in die Insolvenz getrieben oder waren gezwungen, Stromlieferung bewusst aufzugeben und infolgedessen ihre Stromlieferverträge zu kündigen. Ihre Kunden waren somit gezwungen, einen anderen Anbieter zu finden. Für den Fall, wenn die Kunden nicht in der Lage sind, rechtzeitig einen neuen Stromanbieter zu finden, und so in Gefahr geraten, vom Netz abgetrennt zu werden, gibt es auf der EU-Ebene und auf nationaler Ebene bestimmte Maßnahmen, um sie zu schützen. Eine dieser Maßnahmen ist die Notversorgung.

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Autoren: mag. Jure Levovnik, Partner, Sara Anadolli, Rechtsreferendarin